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Young Talents News

Mein internationales Praktikum in Namibia


Ich bin Aaron, 22 Jahre alt und habe bei VEDDER meine Ausbildung zum Tischler absolivert. 
 

Im November 2019 las ich in der Zeitung einen Bericht über ein soziales Projekt in Namibia wofür noch Auszubildene und junge Handwerker gesucht wurden. Mit der Unterstützung von VEDDER konnte ich schon Ende Januar für drei Wochen an diesem Projekt teilnehmen und mein handwerkliches Geschick in soziales Engagement umwandeln.

Über die Trägerorganisation Engagement Global besuchte ich zwei Vorbereitungsseminare in Düsseldorf. Dort haben wir über kulturellen Austausch, Ausgrenzung von Randgruppen, Teamarbeit, Selbstreflexion von eigenen Äußerungen und Handlungen und den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 gesprochen. Darüber hinaus lernte ich bereits einiges über mein Einsatzland und freute mich so auf Namibia. Ein Land, etwa 2 ½ Mal so groß wie Deutschland, aber mit ca. 70% weniger Einwohnern wartete auf mich!

Am Samstag, 25.01.2020 begann unsere Reise. Wir waren sechs Handwerker aus verschiedenen Gewerken und wurden von einem Lehrer, der uns vor Ort anleiten sollte, begleitet. Unser Projekt war es, eine Suppenküche für eine Grundschule in Windhoek - der Hauptstadt, zu bauen. Der Bau des 10x30m großen Gebäudes war ein Pilotprojekt zur Erreichung zweier Nachhaltigkeitsziele der UN: die Bekämpfung von Hunger und der Ausbau qualitativer Ausbildung.

Wir arbeiteten jeweils von 08:00 bis 16:00 Uhr und wurden sogar von acht einheimischen Auszubildenden unterstützt. Die Arbeit reichte vom Fertigen von Schalungen, über betonieren und mauern bis hin zum Säulenfundamente setzen. Aufgrund der trockenen, unebenen Böden mussten viele Arbeiten ohne Maschinen erledigt werden, sodass man schnell mit den Einheimischen in Kontakt kam und Hand in Hand arbeitete. Bei ca. 35°C und knallender Sonne war die harte, körperliche Arbeit zwar eine Herausforderung, aber es war toll zu erfahren, dass das Handwerk tatsächlich verbindet!

An den Wochenenden hatten wir Freizeit. Am ersten Wochenende sind wir nach Swakopmund ans Meer gefahren. Dort haben wir in einem Bungalow gewohnt, waren angeln und haben abends gegrillt. Den Tag darauf haben wir in einem ärmeren Viertel vor Ort die Wand eines Kindergartens grundiert und gestrichen. Am zweiten Wochenende sind wir in den Etoscha Nationalpark gefahren. Schon 10 Minuten nach Durchqueren des Tores sind wir auf eine Herde Zebras und Oryxe getroffen. Später sahen wir auch Büffel, Giraffen, Schakale, Antilopen und Springböcke.
 
Abschließend kann ich sagen, dass mich die Erfahrungen, die ich durch das Auslandspraktikum machen durfte, bereichert haben. Ich habe einiges über das Land und die Menschen in Namibia erfahren dürfen, vor allem aber wurden wir immer freundlich und respektvoll behandelt. Mit den Arbeitern haben wir viel gelacht und es hat mich beeindruckt, wie sie in vielen Situationen improvisieren konnten. 

 

Für mich war es das erste Mal auf dem Kontinent Afrika und ich würde es Jedem weiterempfehlen! 


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